DJK Spvgg. Herten: Trotz Sieg - „Maxe“ redet von Umbruch PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 20. März 2011 um 20:08 Uhr

BUER. „Dass einige Spieler für diese Leistung Geld bekommen, ist eine Frechheit“, polterte Markus Schmeling nach dem Spiel seiner DJK Spvgg. Herten bei Westfalia Buer. Und das trotz einem 4:0-Erfolg gegen das Schlusslicht. Doch was erzürnte den Coach dermaßen?

Die Anfangsphase war es mit Sicherheit nicht. Zehn Minuten spielte die DJK Spvgg. wie im Rausch. Zweimal passte Mario Jordan auf Thomas Such, zweimal netzte der Stürmer ein. Bis hier hin trafen die Katzenbusch-Kicker den Geschmack ihres Trainers. Aber dann. Plötzlich – und ohne erkennbaren Grund – stellten die Süder ihr Spiel über die Flügel ein. „Gegen so einen Gegner müssen wir ganz anders auftreten“, ärgerte sich Markus Schmeling über sein Team. Aber es half nichts. Wieder und wieder versuchten es die Hertener durch die Mitte, blieben aber zu häufig in der Abwehr der Gastgeber hängen.
Die Bueraner, bis zu diesem Punkt an Harmlosigkeit kaum zu überbieten, nutzten die einfallslose Spielweise der DJK Spvgg. und suchten ihr Glück in der Offensive. Die Schüsse von Serkan Arslan und Noh Elkasmi stellten für Torwart Marcel Brück aber kein Problem dar (23./30.). Nach der Pause hofften die wenigen Anhänger aus dem Katzenbusch auf Besserung – und bekamen weiter Fußball-Magerkost geboten. Zwar mit dem nötigen Einsatz, dafür aber ohne Präzision ging die DJK Spvgg. zu Werke. Die Konsequenz: Stammspieler Thomas Such und Michele Zappa durften vorzeitig duschen (55.). „Schließlich nehme ich keine Rücksicht auf Namen“, begründet Markus Schmeling knapp. Für das Duo kamen Carsten Kloiber und Nadir Ibrahimovic. Letzterer sorgte für einen der wenigen Glanzpunkte der Partie. Seinen Gegenspieler überlupfte er und traf anschließend volley zum 3:0 (71.). In der Schlussphase, Buer hatte sich längst aufgegeben, kamen die Süder noch zu einigen guten Gelegenheiten. Neuzugang Emile Salissou, dem Coach Schmeling 90 Minuten gönnte, scheiterte zweimal, ehe er kurz vor dem Schlusspfiff zum 4:0 traf. Zumindest für den Stürmer hatte sein Trainer positive Worte übrig: „Emile hat gut gearbeitet und oft zwei Spieler auf sich gezogen.“ Mit nun sieben Punkten Vorsprung kann die Katzenbusch-Elf im Abstiegskampf durchatmen. „Dennoch steht hier ein Umbruch bevor“, deutet Markus Schmeling Veränderungen in den kommenden Wochen an.

Quelle: Hertener Allgemeine,von Christoph Schenk am 20. März 2011

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 20. März 2011 um 20:16 Uhr
 

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